Abfindung verhandeln lassen
Ihr Arbeitgeber hat Ihnen einen Aufhebungsvertrag vorgelegt und eine Abfindung angeboten? Unterschreiben Sie nicht vorschnell. Das erste Angebot ist häufig nicht das beste Ergebnis – und wer ohne Strategie verhandelt, verschenkt oft erhebliche Beträge. Klare Einschätzung. Strategische Verhandlung. Persönliche Vertretung.

Im Detail
Eine Abfindung ist kein Geschenk – sie ist Verhandlungssache
Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass die vom Arbeitgeber angebotene Abfindung „üblich“ oder bereits fair kalkuliert sei. Das kann zutreffen. Häufig ist das erste Angebot aber vor allem eines: ein Versuch des Arbeitgebers, die Angelegenheit schnell, planbar und möglichst kostengünstig zu beenden.
Wer sofort akzeptiert, kennt meist weder die eigene rechtliche Position noch den tatsächlichen Verhandlungsspielraum. Das Risiko: Sie stimmen einer Beendigung zu, obwohl Sie mehr hätten erreichen können – finanziell und bei den übrigen Vertragsbedingungen.
Das erste Angebot ist selten das beste Ergebnis
Arbeitgeber bieten Abfindungen nicht aus Großzügigkeit an. Sie wollen eine belastbare Lösung, vermeiden Unsicherheit und reduzieren das Risiko eines Kündigungsschutzverfahrens. Genau darin liegt Ihre Verhandlungsposition.
Entscheidend ist nicht allein, was zunächst auf dem Tisch liegt. Entscheidend ist, wie angreifbar eine Kündigung wäre, welche Interessen der Arbeitgeber verfolgt, wie viel Zeitdruck besteht und welche wirtschaftlichen Folgen eine Trennung für beide Seiten hätte.
Wer die erste Zahl akzeptiert, verhandelt nicht. Er entscheidet sich nur.
Eine Abfindung sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Erst die Gesamtbetrachtung aus Abfindung, Gehalt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses, Freistellung, Bonus, Zeugnis und sozialrechtlichen Folgen zeigt, ob ein Angebot wirklich gut ist.
Was Sie durch eine vorschnelle Einigung verlieren können
Eine schnelle Unterschrift kann sich zunächst wie Erleichterung anfühlen. Später zeigt sich oft, dass wichtige Punkte nicht geregelt wurden oder dass Sie Ihre Verhandlungsmacht zu früh abgegeben haben.
Sie akzeptieren eine zu niedrige Abfindung
Ohne Prüfung bleibt offen, ob der Arbeitgeber bei einer Kündigung ein erhebliches Prozessrisiko hätte. Genau dieses Risiko kann der entscheidende Hebel für eine bessere Abfindung sein.
Sie verzichten auf weitere Ansprüche
Pauschale Ausgleichsklauseln können dazu führen, dass offene Ansprüche auf Bonus, Provision, Überstunden, Resturlaub oder andere Vergütungsbestandteile verloren gehen.
Sie nehmen ein ungünstiges Beendigungsdatum hin
Ein zu frühes Ende kann Gehalt kosten, Kündigungsfristen unterlaufen und den Übergang in eine neue Beschäftigung oder in den Bezug von Arbeitslosengeld erschweren.
Sie riskieren Nachteile beim Arbeitslosengeld
Eine falsche Gestaltung kann Sperrzeit- oder Ruhensrisiken auslösen. Dann bleibt von einer vermeintlich attraktiven Abfindung unter Umständen deutlich weniger übrig als gedacht.
Sie verlieren die Chance auf ein gutes Zeugnis und einen sauberen Austritt
Für die nächste berufliche Station zählen nicht nur Geld und Beendigungsdatum. Auch eine verbindliche Zeugnisregelung, Freistellung und eine professionelle Kommunikation können entscheidend sein.
Verhandlungshebel
Diese Hebel können Ihre Abfindung und Ihr Gesamtergebnis verbesser
Eine gute Verhandlung konzentriert sich nicht nur auf einen Betrag. Sie nutzt mehrere Hebel, um die rechtliche und wirtschaftliche Position insgesamt zu verbessern.
Kündigungsschutz und Prozessrisiko
Je unsicherer eine Kündigung rechtlich wäre, desto größer ist für den Arbeitgeber das Risiko eines Kündigungsschutzverfahrens. Eine belastbare rechtliche Einschätzung kann den Verhandlungsspielraum deutlich verändern.
Betriebszugehörigkeit, Position und Vergütung
Dauer der Beschäftigung, Einkommen, Verantwortungsbereich, variable Vergütung und die persönliche Ausgangslage beeinflussen, welche Lösung wirtschaftlich angemessen und durchsetzbar sein kann.
Beendigungsdatum und bezahlte Freistellung
Ein späteres Vertragsende oder eine bezahlte Freistellung kann wirtschaftlich wertvoller sein als eine isoliert höhere Abfindung. Hier kommt es auf eine Gesamtbetrachtung an.
Bonus, Provision und weitere Leistungen
Variable Vergütung, Dienstwagen, Aktienprogramme, betriebliche Altersversorgung, Resturlaub und Überstunden gehören in die Verhandlung. Wer nur über die Abfindung spricht, lässt häufig Wert liegen.
Zeugnis und beruflicher Neustart
Ein sehr gutes qualifiziertes Zeugnis, eine abgestimmte Sprachregelung und ein sauber geregelter Austritt können für den nächsten Karriereschritt erheblichen Wert haben.
Warum anwaltliche Verhandlung regelmäßig bessere Ergebnisse ermöglicht
Bei einer Abfindungsverhandlung steht für Sie viel auf dem Spiel: Einkommen, berufliche Zukunft, persönliche Anerkennung und oft auch die Sorge, etwas falsch zu machen. Unter diesem Druck ist es schwer, ruhig zu bleiben, Forderungen durchzuhalten und Gegenangebote objektiv zu bewerten.
Als Anwalt prüfe ich Ihre rechtliche Ausgangslage, ordne das Angebot wirtschaftlich ein und entwickle eine klare Verhandlungsstrategie. Ich sehe nicht nur die angebotene Zahl, sondern die Risiken des Arbeitgebers, die rechtlichen Angriffspunkte und die Hebel, die Ihre Position verbessern können.
Die Verhandlung wird dadurch sachlicher und professioneller. Ihr Arbeitgeber weiß, dass das Angebot nicht ungeprüft akzeptiert wird, dass mögliche Alternativen bekannt sind und dass die Vereinbarung rechtlich und wirtschaftlich belastbar sein muss.
In einer emotionalen Trennung brauchen Sie keinen zusätzlichen Druck – sondern einen klaren Verhandler an Ihrer Seite.
Wann Sie Ihre Abfindung verhandeln lassen sollten
• Ihr Arbeitgeber bietet Ihnen einen Aufhebungsvertrag oder Abwicklungsvertrag an
• Ihnen wird nach einer Kündigung eine Abfindung angeboten
• Sie sollen „heute noch“ oder innerhalb kurzer Frist unterschreiben
• Sie haben eine lange Betriebszugehörigkeit oder eine besondere Position im Unternehmen
• Sie erhalten Bonus, Provision, Aktienoptionen oder weitere variable Vergütung
• Sie möchten das Arbeitsverhältnis beenden, aber nicht zu den Bedingungen des ersten Angebots
• Sie möchten wissen, was nach Steuern, Sperrzeitrisiken und offenen Ansprüchen tatsächlich von der Vereinbarung bleibt
Habe ich automatisch Anspruch auf eine Abfindung?
Kann ich über das erste Abfindungsangebot verhandeln?
Warum sollte ich die Verhandlung einem Anwalt überlassen?

So verhandeln wir Ihre Abfindung
Angebot und Ausgangslage prüfen
Sie senden uns das Angebot, den Aufhebungsvertrag oder die Kündigung sowie die wichtigsten Unterlagen. Wir prüfen Ihre rechtliche Position, mögliche Ansprüche und den wirtschaftlichen Wert des Gesamtpakets.
Strategie und Ziel definieren
Wir klären, was für Sie wirklich zählt: höhere Abfindung, längeres Gehalt, Freistellung, ein starkes Zeugnis, Schutz vor sozialrechtlichen Nachteilen oder eine Kombination daraus.
Professionell verhandeln und sicher abschließen
Wir übernehmen auf Wunsch die Verhandlung mit dem Arbeitgeber und arbeiten auf eine Vereinbarung hin, die nicht nur schnell geschlossen wird, sondern Ihre Interessen bestmöglich absichert.
Das sagen meine Mandanten
„Klare Handlungsempfehlungen"
„Ihr ganzheitlicher und lösungsorientierter Ansatz, sowie ihre klaren Handlungsempfehlungen haben mir sehr geholfen. Ich habe mich bei Ihnen jederzeit sehr gut beraten und aufgehoben gefühlt. Ich bedanke mich herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement."
Abfindung nicht verschenken
Ein Angebot kann gut klingen und dennoch zu niedrig sein. Lassen Sie Ihre rechtliche Position und Ihren Verhandlungsspielraum prüfen, bevor Sie unterschreiben oder eine Zahl akzeptieren.



